Im Zuge
der wachsenden Globalisierung und Internationalisierung, der schnellen
Technologiezyklen sowie den dadurch bedingten Kosten- und Innovationsdruck rückt
das effiziente Management der Geschäftsprozesse immer stärker in den Vordergrund
der Unternehmensstrategie. Mittels einer unternehmensübergreifenden zentralen
BPM-Datenbank, die als Integrationsplattform für Geschäftsprozessinformationenen
von operativen Systemen und Modellierungswerkzeugen dient, können sie
konsolidiert in spezielle Anwendungen zur weiteren Verarbeitung überführt oder
ausgetauscht werden.
Dieser Artikel zeigt, wie
auf Basis einer integrierten BPM-Prozessarchitektur eine für Anwender einfach
bedienbare Standardsoftware (wie z. B. Microsoft Visio) als sogenanntes
„low-end“-Modellierungswerkzeug unternehmensweit Verwendung finden kann und
durch die Überführung der Prozesse via zentraler BPM Datenbank, den Business
Process Model Converter (BPMC,) diese weiteren Anwendungen wie z. B.“hight-end“-
Modellierungswerkzeuge, Workflow- und EAI-Systemen zur Verfügung gestellt werden
können (zielgruppengerechte Modellierung). Die Vorteile einer solchen Lösung:
Akzeptanz beim Endbenutzer durch die Verwendung von intuitiv bedienbaren
„low-end“-Tools zur kostengünstigen und einfachen Modellierung als front-end in
den Fachabteilungen, datenbankgestützte „high-end“-Tools für komplexe
Anwendungen (Analyse, Simulation) als back-end für Spezialisten in
Organisations- und IT-Abteilungen.
Anforderungen an
Business Process Management
Im Zuge der wachsenden Globalisierung und
Internationalisierung sowie den dadurch bedingten Kosten- und Innovationsdruck
brechen zentral gesteuerte Unternehmen ihre monolithischen Strukturen auf. Immer
mehr Kernaktivitäten des Unternehmens werden dezentralisiert. Dadurch wird
flexibler und schneller auf Änderungen des Marktes reagiert.
Um ausländische Märkte erfolgreich zu bearbeiten,
werden Niederlassungen und Tochtergesellschaften gegründet, die wiederum über
ein eigenständiges Business Process Management (BPM) verfügen, bei Post Merger
Integrationen müssen unterschiedliche BPM-Systeme zusammengeführt werden. Ein
weiterer möglicher Bestandteil eines BPM-Szenarios ist das Outsourcing ganzer
Geschäftsprozesse an einen externen Partner. Bei all diesen Bestrebungen sind
Koordinations- und Kommunikationsprozesse unbedingt erforderlich (vgl. Abb.
1).

Der Weg zum Erfolg führt über ein effizientes
BPM, das durch die Vernetzung und technische Integration sämtlicher Prozesse
unternehmensweit und unternehmensübergreifend über die gesamte
Wertschöpfungskette hinweg gekennzeichnet ist. Das Ergebnis von
Dezentralisierung, Standardisierung und Integration von Prozessabläufen sind
schlanke, effiziente Unternehmensstrukturen. Diese verhelfen zu einer größeren
Kundenorientierung, einer verbesserten Marktagilität und führen zu enormen
Kosteneinsparungen und schnelleren Durchlaufzeiten. Die vorgestellten Szenarien
zeigen auf, wie vielfältig und aktuell das Thema BPM heute bereits ist und wie
wichtig es in Zukunft für die
Unternehmen sein wird. BPM besitzt keine allgemeingültige oder verbindliche
Definition. Jeder interpretiert den Begriff heute so, wie er am besten auf die
Vermarktungsaspekte seines Produktes passt. BPM wurde bis vor kurzem stets nur
in Verbindung mit anderen schlagkräftigeren Bezeichnungen wie EAI (Enterprise
Application Integration), Middleware, Portale, Workflow oder eBusiness genannt.
Selbst die BPM-Initiative bleibt eine einheitliche Definition ihrer
Mitgliedsunternehmen schuldig. Andere vorhandene Definitionen sind so unscharf,
dass sich sowohl alle organisatorischen Maßnahmen als auch unterschiedliche
Systemtechnologien darin finden können. „Richtiges“ BPM bedeutet jedenfalls,
komplexe Prozessabläufe zu beherrschen und die Fähigkeit zu haben, auf
Veränderungen flexibel zu reagieren. Dazu sind alle Managementebenen im
Unternehmen mit in die Veränderungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen und
zwar derart, dass sie direkt die Möglichkeit haben, steuernd in die
Geschäftsprozesse eingreifen zu können.
Den vollständigen Text finden Sie hier.
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