BPM expo - Business Process Management BPM Akademie -Weiterbildung für Geschäftsprozessmanagement
Kontakt Sitemap Impressum AGB
Login
Benutzername:
Passwort:
Neu registrieren
Passwort vergessen?
Ich möchte:
Quiz über Business Process Management (BPM)

Der Wandel in den Köpfen, Artikel von Uwe Feddern, veröffentlicht im Groupwaremagazin 07/2005

Wir müssen unsere Geschäftsprozesse auf den Prüfstand stellen und ein gezieltes Geschäftsprozessmanagement betreiben.“ Diese Aussage hört man seit einiger Zeit oft von Unternehmensführern. Sie versprechen sich von einem Neugestalten der Geschäftsprozesse kürzere Durchlaufzeiten, weniger Fehlerquellen und einen effizienteren Einsatz der Ressourcen (an Geld und Zeit); was letztlich zu mehr Qualität, niedrigeren Kosten und einer höheren Kundenzufriedenheit führt. Soweit die Theorie. Im Unternehmensalltag erweist sich das Geschäftsprozessmanagement als hochsensibles Thema – unter anderem, weil die Mitarbeiter mit dem Neugestalten der Geschäftsprozesse meist Vokabeln wie „Personalabbau“, „Automatisierung“ und „Outsourcing“ und einen erhöhten Veränderungsdruck assoziieren.Entsprechend reserviert reagieren die Mitarbeiter und Sozialpartner meist auf entsprechende Initiativen der Unternehmensleitung – aber auch die Führungskräfte. Sie befürchten: Wenn die (bereichs- und funktionsübergreifenden) Prozesse optimiert werden, wird auch manche Führungsposition obsolet. Außerdem wird das Alltagshandeln der verbleibenden Führungskräfte einer stärkeren Kontrolle unterworfen. Also sperren auch sie sich zumindest mental gegen ein Geschäftsprozessmanagement, selbst wenn sie dessen Notwendigkeit und Nutzen durchaus erkennen.

Ziel: Alle ziehen am selben Strang

Ein professionelles Geschäftsprozessmanagement geht von folgenden Annahmen aus: In der Vergangenheit beschränkten sich die Prozessoptimierungen in den Unternehmen meist auf die einzelnen Bereiche – so als seien diese autarke Einheiten. Dies führte dazu, dass die Zahl der Schnittstellen kontinuierlich stieg und die funktions- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit stets komplexer wurde. Entsprechend groß ist heute der Bedarf an Abstimmung und Koordination, weshalb viele Fach- und Führungskräfte einen großen Teil ihrer Arbeitszeit in Meetings verbringen. In Vergessenheit geriet dabei teilweise, dass die eigentliche kundenorientierte Leistung bereichsübergreifend erbracht wird. Dieses Manko soll durch das Geschäftsprozessmanagement beseitigt werden, und zwar indem die für den Kunden Wert schöpfenden Prozesse identifiziert und mit der Strategie des Unternehmens in Verbindung gebracht werden. Hieraus werden dann Optimierungsvorschläge abgeleitet, die anschließend umgesetzt werden. Dabei sorgen Prozesskennzahlen für eine Transparenz der Qualität und Kosten. Sie ermöglichen zudem eine zeitnahe Reaktion, wenn das Erreichen der Ziele gefährdet ist.

Mitarbeiter: Erfolgsfaktor und Hemmschuh

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Prozessmanager oder – berater. Seine Aufgaben sind nicht allgemeingültig definiert. Sie variieren von Unternehmen zu Unternehmen. In der Regel ist der Prozessmanager verantwortlich für

  • das Aufsetzen neuer Projekte,
  • das Re-Design der Geschäftsprozesse,
  • deren Einführung in der Organisation und
  • das kontinuierliche Führen, Planen, Überwachen, Steuern

und Verbessern der Prozesse – gemeinsam mit den Führungskräften. Der wichtigste Erfolgsfaktor (und zugleich Hemmschuh) beim Neugestalten und Weiterentwickeln der Geschäftsprozesse sind die Mitarbeiter. Sie müssen ein hohes Maß an Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft zeigen. Deshalb hängt der Erfolg eines Geschäftsprozess- managements weitgehend davon ab, inwieweit es gelingt, die Betroffenen von der Notwendigkeit einer Änderung der Abläufe und Strukturen – gegebenenfalls unter Nutzung neuer IT-Systeme – zu überzeugen.

 

 

Prozessmanagement für Dummies
Soreco
IBM LOGO blue_r_Expo k
logo_120x30_Pixel
BPM-Akademie