Prozessmanagement und
Prozesseffizienz -
Die intelligente Effizienz
steckt in den Prozessen
Wie ein déjà vu kommen
manchen Entwicklungen einem vor: Laut Gartner stellt die Entwicklung von
modernen Business Process Management-Lösungen (BPM) die nächste große Welle von
Software-Anbietern dar. Workflow über alles. Getrieben von innovativen Anbietern
wird der Markteintritt über die technische Leistungsfähigkeit versucht. Sicher
erinnern wir uns alle noch an die CRM-Welle (Customer Relationship Management)
und den Ausgang dieses Experimentes: Bedingt durch den technischen Fokus und das
Vernachlässigen der Anwenderanforderungen scheiterten viele an sich sehr
sinnvollen Projekte bei der Einführung. Bei den CRM-Anbietern hat man
mittlerweile klar erkannt, welcher kritische Erfolgsfaktor besonders zu beachten
ist: der Kunde definiert die Einsatzmöglichkeit und daraus schließend die
fachlichen Nutzer im Vertrieb oder Servicebereich.
Im Bereich der BPM-Anbieter
ist es dringend angeraten diesen Nutzen rechtzeitig in den Mittelpunkt zu
stellen. Umso mehr als BPM-Lösungen sich nicht nur auf den Vertriebsbereich
beschränken, sondern im Regelfall das gesamte Unternehmen
betreffen.
Mit dem
Begriff von BPM verbinden wir konsequenterweise auch nicht eine technische
Lösung zur Steuerung von Prozessen, sondern eine übergeordnete
Managementmethode. Im Kern geht es um die systematische Steuerung von
Geschäftsprozessen im Rahmen der Unternehmensstrategie und den Kundenerwartungen
als zentralen Berechtigungsmaßstab für die Existenz von Prozessen. BPM-Lösungen
stellen also im erweiterten Sinn ein sehr wirksames Instrument dar, Effizienz-
und Kostenziele aus Anwendersicht erreichen zu können.
Wie
sollte denn nun ein intelligentes Prozessmanagement aussehen? Der zentrale
Ansatzpunkt liegt in der Integration von BPM in die Gesamtsteuerung des
Unternehmens: Sicherstellung der systematischen strategischen Ausrichtung als
auch die durchgängige Verwendung einer einheitlichen Prozessmethodik.
Die wirkungsvollste Methode
der strategischen Steuerung ist die Balanced Scorecard. Prozesse stellen hierbei
einen Kernbereich dar, in dem alle inhaltlichen Anforderungen an die
Prozesseffizienz als strategische Ziele vorgegeben werden. Dazu kann z. B. auch
„Fast Closing“ zur Erstellung von effizienten Jahresabschlüssen gehören. Alle
Aufgaben, Ressourcen und Systeme werden somit gezielt auf die Gewinnung der zum
Jahresabschluss notwendigen Informationen und der Bestätigung in Form des
Prüfvermerkes durch den Auditor ausgerichtet. Der zufrieden zu stellende Kunde
ist in diesem Fall der Kapitalmarkt. Ähnlich geartet sind auch die Prozesse
„Fast Planning“ und „Fast Reporting“ die prozessorientierte Anforderungen an die
Steuerungsfähigkeit des Unternehmens stellen.
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