Prozessmanagement und Prozessorganisation
Der Aufbau einer Prozessorganisation als wesentliches Strukturkriterium der
organisatorischen Gestaltung ist für viele Unternehmen nach wie vor ein großes
Ziel. Vorherrschend sind bedauerlicherweise immer noch funktional orientierte
Aufbauorganisationen, die ein effizientes Managen von Prozessen im Regelfall
stark behindern. Der Wandel hin zu einer Prozessorganisation ist auch
inbesondere hinsichtlich der Anforderungen und Motivation der Führungskräfte und
Mitarbeiter eine herausfordernde Aufgabe.
Im Rahmen dieser Rubrik möchten wir Ihnen Facharktikel und Informationen als
Hilfestellung für den erfolgreichen Aufbau von Prozessorganisationen geben.
White Paper - Prozessorganisation und die Rolle des CPO im Unternehmen
von Sven Schnägelberger, Thilo Knuppertz, Jochen Grotenhöfer
Die
Globalisierung der Wirtschaft schafft Transparenz. Um auf unserem gewohnten
Niveau zu bleiben, müssen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit stetig steigern. Viele
Managementinstrumente sind weltweit zu diesem Zweck entstanden. In vielen
Unternehmen hat sich ein Mix aus verschiedenen Managementmethoden entwickelt.
Darunter sind zunehmend Elemente zur Steuerung und Verbesserung von
Geschäftsprozessen. Doch inwieweit
sind unsere derzeit vorhandenen Steuerungsinstrumente wirklich tauglich,
Prozessorientierung in Unternehmen zu unterstützen?
Zwei
Aspekte werden in der Diskussion über die richtigen und wirksamen
Managementmethoden vernachlässigt. Zum einen wird viel über die Beeinflussung
von Geschäftsprozessen gesprochen, die dafür erforderliche wirkliche
Managementverantwortung wird jedoch in fast allen Unternehmen weiterhin in
funktionalen Strukturen beibehalten. Zum anderen sind die zur wirklichen
Umsetzung von prozessorientierten Managementinstrumenten erforderlichen
Controllingmethoden praktisch nie im Fokus. Wir treffen daher die klare Aussage:
Wenn Unternehmen nicht ihre Organisationsstruktur und damit die
Managementverantwortung auf eine Prozesssicht umstellen, und wenn Unternehmen
bei der prozessorientierten Unternehmenssteuerung auch die zugehörigen
Controllinginstrumente anpassen, wird ein echtes Geschäftsprozessmanagement in
der Praxis nicht funktionieren.
Über
Prozessoptimierung ist in vielen Unternehmen in den letzten Jahren viel
gesprochen worden. Unter dem Gesichtspunkt von Kostenreduktion wird immer wieder
auch die Senkung von Prozesskosten angeführt. Mit der Business Reengineering
Welle in den 1990er Jahren ging ein fundamentaler Anspruch einher,
Unternehmensprozesse neu und wertorientiert unter Beachtung der
Kundenanforderungen zu gestalten und damit höchste Effizienzsteigerungen
anzustreben. Andererseits steht mit der Methode Geschäftsprozessmanagement ein
umfassendes Instrument zur Prozesssteuerung zur Verfügung, mit dem
Führungskräfte schon seit Jahren arbeiten können.
An
diese Allgemeinplätze haben wir uns derart gewöhnt, dass es kaum auffällt,
inwieweit wir uns mit den ständig neu hereinstürmenden Managementmethoden von
einer durchgängigen und systematischen Vorgehensweise entfernt
halten.
Ein
Unternehmen wird nur dann dauerhaft am Markt existieren, wenn es innerhalb der
Wertschöpfungskette seinen direkten oder indirekten Kunden einen Mehrwert
schafft. Die Schaffung von nachgefragten Marktleistungen und die Konzentration
auf deren Umsetzung stehen im Mittelpunkt. Dabei sind es ausschließlich die
betrieblichen Abläufe, also die Prozesse, die diesen Marktwert entstehen
lassen.[1]
Eine Organisationsstruktur ist
dabei ein wesentliches Hilfsmittel, das die notwendige Infrastruktur
bereitstellt. Einen eigenen Marktwert schafft eine Organisationsstruktur jedoch
nicht. Dennoch dominiert in vielen Unternehmen die Struktur gegenüber den
Abläufen. Managementverantwortung ist nicht für die Wert schaffenden Abläufe,
sondern für Struktur bildende Funktionen vergeben. Dadurch entstehen erhebliche
Unwirtschaftlichkeiten im Unternehmen, welche sowohl direkte finanzielle Auswirkungen haben (höhere
Kosten), aber auch Auswirkungen auf die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit wie
längere Reaktionszeiten, geringere Flexibilität, etc.
Seit
vielen Jahren existieren Konzepte, wie eine stärkere Prozessorientierung zur
Steigerung der Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann. Zur
vollständigen Wirksamkeit dieser Instrumente ist es erforderlich, eine
Reorganisation von Unternehmen zu fordern und Managementverantwortung anstatt
für Strukturen für Prozesse zu definieren. Welches die Elemente eines
prozessorientierten Unternehmens genau sind, wird nachfolgend beschrieben. Die
Auswirkungen der Bildung einer solchen Prozessorganisation sind insbesondere,
dass die Steuerungsinstrumente des Managements auf die neuen
Verantwortlichkeiten angepasst werden müssen.
Das vollständige Whitepaper finden Sie zum hier zum
Download .
Gewinner der Globalisierung schaffen Arbeitsplätze
Von
Prof. Dr.Christian
Helfrich
1. Einleitung
Man kann sie nicht mehr
hören: die Diagnosen, die Jammereien und die Kritiken über den Standortnachteil
Deutschland oder im weiteren über die Wachstumsschwäche Deutschlands und der
Euro-Zone. Kaum jemand sagt, dass wir seit Jahren die günstigsten
Lohnstückkosten haben und deswegen die berüchtigte Lohnhöhe wohl kaum der
entscheidende Faktor sein kann. Und immer wieder fällt einem aus der eifrigen
Kritiker- Schar eine weitere Standort-
Schwäche ein. An
Diagnosen haben wir jetzt wirklich genug. Neue Konzepte werden jedoch nicht in
die Diskussion eingeführt. Wie erklärt man z. B., dass es gleichzeitig in diesem
mitteleuropäischen Jammertal Firmen gibt, die über alle Maßen erfolgreich
weltweit operieren? Es gibt nämlich hierzulande genügend Gewinner der
Globalisierung. In der Regel sind das Mittelständler, die sich in eine Nische
gesetzt haben, den Aktionären nicht laufend rapportieren müssen und – durch
gute
Organisation - rasch reagieren können. Warum wird deren
Beispiel nicht analysiert und kommentiert sowie als Vorgabe gebraucht? Den
gesamten Inhalt zum Download
finden Sie hier.
Vorgehensmodell für die
Modernisierung öffentlicher Bau- und Liegenschaftsverwaltungen
von Heiko Rabe, Frank
Leopold und Tilo Steinmeier, Syncwork AG
Facility Management und
Verwaltungsmodernisierung
Zu den wichtigsten
Erkenntnissen seit Erscheinen des ersten KGSt-Berichts von 1997 zum Thema
Gebäudewirtschaft gehört die Tatsache, dass es zwar durchaus ein Potenzial für
relevante Kosteneinsparungen in der Bau- und Liegenschaftsverwaltung gibt, dass
aber zugleich eine nachhaltige Modernisierung der öffentlichen Gebäudewirtschaft
weder zum Nulltarif und erst recht nicht von heute auf morgen zu haben ist.
Vielmehr zeigen gerade die Erfahrungen der fortgeschrittenen Kommunen, dass
neben einer Anschubfinanzierung vor allem ein langer Atem notwendig ist. Die
Weiterentwicklung der klassischen Bau- und Liegenschaftsverwaltung durch
Einführung von Techniken des Facility Managements kann ohne weiteres einen
Zeitraum von vier bis sechs Jahren in Anspruch nehmen. Den gesamten Inhalt
finden Sie zum Download hier.
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