24.04.2007
HypoVereinsbank: Dank SOA schnell mit neuen Dienstleistungen am Markt
Zentrale SOA-Integrationsplattform „HyperTube“ basiert auf Software und Services
von IBM und ermöglicht schnelles Handeln auf dem Finanzmarkt durch integrierte
Geschäftsprozesse
Stuttgart, 24. April 2007 - Nach der Fusion mit der UniCredit Group stellt die HypoVereinsbank ihre
IT derzeit auf eine Serviceorientierte Architektur um. Ziel ist es, durch innovative Services
schneller und flexibler auf dem wettbewerbsintensiven Finanzmarkt agieren zu können. Das Fundament
für die neue Architektur legte die HVB Information Services (HVB IS) jetzt mit der Einführung der
Integrationsinfrastruktur „HyperTube“ als zentralen Enterprise Service Bus. Bei der Verwirklichung
der Lösung entschied sich HVB IS für das Angebot der IBM SOA Foundation, insbesondere für IBM
Global Business Services und die IBM Software Group. Unterstützt wurde das Projekt zudem von Steria
Mummert Consulting.
Die HypoVereinsbank fusionierte vor zwei Jahren mit der UniCredit Group zu einem der größten
Bankhäuser Europas mit mehr als 134.000 Mitarbeitern. Hand in Hand damit vollzog das Unternehmen
den Wandel von einer Silo-basierten Organisationsstruktur hin zu einem Serviceorientierten
Geschäftsmodell, bei dem das Leistungsspektrum des Kreditinstituts in Form von integrierten
Basiskomponenten aufgebaut ist. Zentraler Bestandteil des Wandels ist eine strategische
Neuorganisation der IT-Infrastruktur im Rahmen einer ganzheitlichen SOA-Strategie. Dreh- und
Angelpunkt dieser neuen Architektur ist die Integrationsinfrastruktur HyperTube, ein Enterprise
Service Bus (ESB), der die einzelnen Basiskomponenten der HVB integriert und „lose“ miteinander
verbindet.
Mit der Neuorganisation der IT verfolgt die private Großbank nun das Ziel, schneller und flexibler
auf Marktanforderungen zu reagieren und Geschäftsprozesse umfassend zu integrieren. Zudem sollen
neue Dienstleistungen für Unternehmenskunden schneller angeboten werden können und damit der Umsatz
gesteigert, gleichzeitig aber die Betriebskosten gesenkt werden. Diese Dienstleistungen ermöglichen
Kunden zum Beispiel auch den Handel auf externen Handelsplattformen wie Euronext, XETRA, Reuters,
Xontro oder Bloomberg und vereinfachen die Transaktionen mit anderen Handelspartnern. Zudem werden
diverse Finanz- und Handelsinfrastrukturen im Rahmen einer durchgängigen Prozessintegration
verbunden.
In der Vergangenheit wurden neue Anforderungen an die IT häufig durch Einzelprojekte gelöst, ohne
dabei das Potenzial bereits getätigter Investitionen wirtschaftlich zu nutzen. Die dadurch
entstehenden Insellösungen wurden zunehmend komplexer und unflexibler. Da mehrere Infrastrukturen
und Technologien gleichzeitig im Einsatz waren, stieg der Administrationsaufwand und damit die
Betriebskosten. Durch den Wechsel hin zu einer SOA will die HVB erreichen, dass diese Prozesse
künftig flexibler und wirtschaftlicher ablaufen.
450 Orders pro Minute
Der neue Enterprise Service Bus HyperTube dient heute als unternehmensweite Integrationslösung, und
ist ein Kernbestandteil der SOA-Strategie der HVB. Diese Integrationsinfrastruktur basiert auf IBM
WebSphere Message Broker und IBM Tivoli Monitoring for Business Integration. IBM WebSphere MQ
optimiert den Prozessablauf und trägt als Basiskomponente zu einer hohen Servicequalität der Lösung
bei. Teile dieser neuen Integrationsinfrastruktur werden sowohl auf Unix- als auch auf
zOS-Plattformen betrieben. Für die Produkte entschied sich die HVB hauptsächlich wegen der hohen
Zuverlässigkeit der IBM Middleware, der flexibler Ausbaufähigkeit mit weiteren Software-Lösungen
und der Reaktionsfähigkeit der IBM.
Die neue Infrastruktur ermöglicht nun unter anderem die Integration des vorhandenen
Parkett-Handelssystems mit einem neuen, von IBM Global Business Services konzipierten Börsen-Order-
und Management-System. Auch weitere Prozesse und Anwendungen aus den Bereichen Trade Processing,
Trade Registration, Trade Manager, Liquidity Manager und Order Manager und andere werden über den
HyperTube integriert. Dadurch kann der Finanzdienstleister diese Geschäftsprozesse nicht nur
schnell und flexibel abwickeln, sondern bei Bedarf auch verändern. Bis zu 450 und mehr
Handelsanweisungen pro Minute werden über diese Integrationsinfrastruktur abgewickelt.
35 Prozent weniger Integrationsaufwand
Mit der neuen ESB-Infrastruktur kann die HVB vorhandene
Business- und IT-Services leichter wiederverwerten und sie an die Marktanforderungen anpassen. Sie
bietet standardisierte Schnittstellen und erlaubt damit eine schnelle Integration von
Kernanwendungen im Bankenbereich sowie die durchgängige Integration der Geschäftsprozesse.
Insgesamt sinkt dadurch der Zeitaufwand für die Entwicklung und Integration neuer und vorhandener
Anwendungen mit anderen internen und externen Systemen um 35 Prozent. Zugleich konnten die
Gesamtkosten bereits gedrosselt und den Kunden neue Dienstleistungen, wie der Handel auf externen
Plattformen, angeboten werden.
„Mit der ESB-Lösung HyperTube konnten wir eine Technologie
etablieren, mit der wir sowohl die Anwendungen der HVB-Basiskomponenten als auch die internen und
externen Service-Domänen entkoppeln und bei Bedarf schnell zu neuen Service-Prozessen
zusammenbringen können“, erklärt Jana Bulkin, Manager HVB IS, Enterprise Services. „Dadurch kann
die HVB schneller mit neuen Service-Angeboten auf den Markt gehen ohne dafür erst umständlich neue
IT-Inseln anlegen zu müssen.“
„Am Beispiel der HVB lässt sich der Vollzug einer
erfolgreichen SOA-Strategie mustergültig nachvollziehen, denn hier spiegelt die Serviceorientierte
Infrastruktur exakt das Serviceorientierte Geschäftsmodell des Unternehmens wieder“, so Jürgen
Henn, Partner, IBM Global Services and SOA Leader, IBM Deutschland. „Wir freuen uns, dass wir mit
einem umfassenden Portfolio und unseren Erfahrungen an dieser Erfolgsgeschichte mitschreiben
dürfen.“
HypoVereinsbank (HVB) - Mitglied der UniCredit Group
Die HVB ist mit 5 Prozent Marktanteil die zweitgrößte private
Großbank in Deutschland mit mehr als 26.000 Mitarbeitern, 680 Filialen und über 4 Millionen Kunden.
Sie ist Miglied der UniCredit Group, die im Wirtschaftsraum Italien, Deutschland, Österreich und
Zentral- und Osteuropa mit mehr als 140.000 Mitarbeitern, 7.000 Filialen und über 28 Millionen
Kunden die führende Position einnimmt.
IBM Software Group
Die IBM Software Group zählt zu den größten Software-Häusern
der Welt. Seit ihrer Gründung 1995 richtet sich die IBM Software Group konsequent auf offene
Middleware-Konzepte und Lösungen aus. IBM Software ist Grundlage für eine On Demand
Betriebsumgebung für alle Industrien, die durch Integration, offene Standards, Virtualisierung und
Automatisierung gekennzeichnet ist. Dazu gehören eine breite Palette an Produkten und Lösungen
sowie eine integrierte Software Engineering-Umgebung für die neue Ära des On Demand Business auf
allen Computer-Plattformen.
Mehr Informationen finden Sie unter
http://www.ibm.com/de/software
.
Serviceorientierte Architekturen (SOA) mit IBM
Eine Serviceorientierte Architektur (SOA) sorgt langfristig
für die notwendige Flexibilität der IT und deren Anbindung an das Geschäft. IBM bietet Unternehmen
das komplette Portfolio aus Beratungsleistungen, Methoden und Best Practices, Software und Hardware
für die Geschäftsmodellinnovation unter dem Aspekt der Serviceorientierung. Damit ermöglicht IBM
jedem Unternehmen einen an den individuellen Bedürfnissen ausgerichteten Einstieg in das Thema SOA,
sei es anhand einer einzelnen Geschäftskomponente oder bezogen auf den Lebenszyklus der
IT-Anwendungs- und Infrastruktur.
Basierend auf einer reichen Industrieerfahrung und Best
Practices hat IBM bereits über 1.000 SOA-Projekte weltweit realisiert. Ein wachsendes Ökosystem von
über 100 SOA-Partnern erfüllt bereits heute die spezifischen Anforderungen in verschiedenen
Branchen und Fachbereichen. Das umfassende Software-Portfolio für SOA basiert konsequent auf
offenen Standards und weist mehr als 300 SOA-bezogene Patente auf. Im Rahmen der Partnerinitiative
wird das SOA-Ökosystem stetig erweitert. Ziel ist es, Unternehmen aller Größe in jeder Phase der
SOA-Einführung zu unterstützen. Dies bietet Unternehmen hohe Integrierbarkeit und
Investitionssicherheit.
Weitere Informationen für Journalisten:
IBM Deutschland GmbH
Christine Paulus
MediaRelations IBM Software Group
Tel: +49 89 4504 1396
Mobil: +49 151 14270446
E-Mail:
christine.paulus@de.ibm.com
IBM Deutschland GmbH
Beate Werlin
MediaRelations IBM Software Group
Tel: 089 4504 1364
Mo: 0172 8393551
E-Mail:
beate.werlin@de.ibm.com
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