08.07.2009
Software AG bringt vollständig integriertes Webmethods
Autor(en): Susanne Franke, freie Journalistin in München..
Mit Release 8 von Webmethods setzt die
Software AG vor allem auf die Vollständigkeit der Infrastruktur für Service-orientierte
Architekturen (SOA), auf Prozessautomatisierung sowie auf die enge Integration der einzelnen
Komponenten.
"Viele Unternehmen kommen um eine
Service-orientierte
Architektur nicht herum", behauptet Jess Thomson, Research Vice President bei Gartner. "Auch
wenn sie keine
SOA
planen, so werden
Business-Process-Management-,
Software-as-a-Service- oder
Cloud-Projekte
unausweichlich in eine solche Architektur münden." Unter diesem Motto stand kürzlich der "SOA &
Application Development and Integration Summit 2009" von Gartner, den die
Software AG nutzte, um Release
8 von Webmethods vorzustellen, die erste vollständig integrierte Version seit der Übernahme der
gleichnamigen Firma im Jahr 2007. "Die
Plattform vereint mehrere bislang getrennte Produkte und schlägt eine Brücke
zwischen einer Service-orientierten Architektur, Prozessautomatisierung und -optimierung sowie
Governance",
erklärte Peter Kürpick, Produktvorstand der Software AG.
Zentrales Verbindungsglied ist Centrasite Active SOA, ein integrierte
Business-Service-Repository, das sowohl der SOA- als auch der Prozess-Governance dienen soll. Es
verfügt über ein erweiterbares Metadaten-Modell und ermöglich laut Hersteller die Speicherung,
Katalogisierung, Überwachung und Suche aller Arten von fachlichen und technischen Services,
Policies, Prozessmodellen, Key Performance Indicators (KPIs) und Regeln. Damit könnten die
traditionell unvermeidlichen Unstimmigkeiten zwischen SOA- und Prozessoptimierungsprojekten
aufgrund der in unterschiedlichen Registries verwalteten SOA- und Business-Process-Komponenten
entfallen. Ein so genanntes Verbundmodell erlaube es auch, Governance-Prozesse und Policies über
verschiedene Repositories und SOA-Infrastrukturen hinweg zu synchronisieren und die Einhaltung von
Richtlinien zu gewährleisten.
Frank Kenney von Gartner unterstrich auf der Veranstaltung die Bedeutung, Möglichkeiten zur
Koordination zwischen
SOA-
und BPM-Governance aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit beider Disziplinen zu haben. "Entwickler
von Prozessen sowie Enterprise-Architekten, die eine Registry beziehungsweise ein Repository
nutzen, um neue Prozesse zu definieren und zu assemblieren, sollten eine End-to-End-Sicht auf
diejenigen Vorgänge haben, die Abteilungen, Domänen und Silos überspannen", so der Analyst. "Ist
die Wiederverwendung das wichtigste Ziel einer SOA-Initiative, so sollte die Wiederverwendung von
Prozess-Artefakten in die Wiederverwendung von SOA-Artefakten mit einbezogen werden", rät er. Eine
derart vereinheitlichte Governance bietet IT- und Fachanwendern laut Software AG die zur
Zusammenarbeit erforderliche Transparenz und stellt direkte Beziehungen zwischen SOA-Komponenten
und Fachprojekten her. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass sich jede Änderung an einem Service im
Prozessmodell niederschlägt.
In Version 8 der
Plattform ist auch der Webmethods Mediator integriert. Der Nachfolger von
Webmethods X-Broker setzt auf den
Enterprise
Service Bus (ESB) auf und übernimmt Vermittlungsaufgaben bezüglich
Sicherheit, Routing, Überwachung und Verwaltung von veränderlichen
Beziehungen zwischen Serviceanbietern und -nutzern. Die Komponente kann verschiedene Versionen
desselben Dienstes zur Laufzeit kontrollieren und soll unter anderem dafür sorgen, dass
Runtime-Policies im Repository sachgerecht verwaltet werden. Integriertes
Business Intelligence auf Basis von Cognos-Technik dient mit vorgefertigten
Report-Formularen für die Überwachung der aktuellen Performance anhand von Prozesskennzahlen, zudem
ist ein Vergleich mit früheren Werten möglich.
Webmethods 8 liefert eine auf
Eclipse basierende Design-Umgebung
für die Planung, Implementierung und das Management von Projekten. Die Entwicklungsoberflächen
wurden laut Software AG zu einem Werkzeug für die Konfiguration der gesamten Suite
zusammengeführt.
Der Infrastrukturhersteller will mit der Suite in erster Linie diejenigen Kunden ansprechen, die
bereits eines der nun integrierten Produkte im Einsatz haben und über weitere Initiativen
nachdenken, so Kürpick. "Solange ein
Unternehmen nur wenige Anwendungen einsetzt, hat es auch nur geringe
Integrationsprobleme. Erhöht sich aber deren Zahl, so steigt die Komplexität der Prozesse und
zwangsläufig wird auch die Kommunikation zwischen den Applikationen schwieriger. Hier setzt dann
das Nachdenken über eine Automatisierung der Abläufe mithilfe von BPM und Services ein", sagt der
Manager. Ab Dezember soll das Webmethods 8 allgemein verfügbar sein. (ue) Quelle:
computerwoche.de
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