04.12.2009
Software-Änderungen kosten die DAX 30-Konzerne über 1 Mrd. Euro jährlich
Rohrbach bei München (ots) - Experten gehen
davon aus, dass sich in einem Konzern jährlich bis zu 2.000 betriebliche Abläufe verändern - die
Software muss jedes Mal angepasst werden
- BPM-Papst Herbert Kindermann warnt vor Ad-hoc-Prozessen: "E-Mail-Excel-Geschäftsprozess
breitet sich wie eine Krake aus"
Durch ständig notwendige Änderungen an den firmeninternen Softwaresystemen entstehen den 30
größten deutschen, börsennotierten Unternehmen jährlich Kosten von weit über 1 Mrd. Euro. Zu diesem
Ergebnis kommt der BPM-Spezialist (Business Process Management) Jcom1 AG (www.jcom1.com) aufgrund
einer Analyse über Geschäftsprozessveränderungen in Konzernen.
Die Experten gehen davon aus, dass sich in einem Konzern jährlich zwischen 1.000 und 2.000
betriebliche Abläufe verändern und die Software dementsprechend angepasst werden muss. Das Spektrum
reicht von neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen über Marktanforderungen bis hin zur Optimierung von
Betriebsabläufen. "Jede Umstellung in der Software kostet durchschnittlich zwischen 10 und 100
Arbeitstage, die kalkulatorisch mit 500 bis 1.000 Euro Tagessatz zu bewerten sind", rechnet
Jcom1-Vorstand Herbert Kindermann vor, der jahrelang das internationale BPM-Geschäft bei IDS Scheer
aufgebaut hat, bevor er zu Jcom1 wechselte.
"Die Situation verschärft sich für die Konzerne von Jahr zu Jahr, weil die Geschwindigkeit,
mit der Änderungen auftreten, stetig zunimmt", sagt der häufig als "BPM-Papst" titulierte
Kindermann. Diese Beschleunigung führt nach Beobachtung des Jcom1-Chefs dazu, dass über die Hälfte
aller Änderungen schon wieder überholt sind, bevor sie von der IT-Abteilung überhaupt in der
Software berücksichtigt werden können. "Wenn sich die Abläufe etwa in einer Fachabteilung im
Monatsrhythmus ändern, aber die IT-Zentrale drei Monate braucht, um die Software anzupassen, dann
dreht sich da eine Spirale in Richtung Absurdistan - mit enormen Kosten für die deutsche
Wirtschaft", warnt Kindermann.
Nach Untersuchungen von Jcom1 sind heute schon gut zwei Drittel der Geschäftsprozesse in den
Konzernen gar nicht mehr in Standardsoftware wie SAP oder Oracle festgehalten. Vielmehr greifen die
Beschäftigten zu sog. Ad-hoc-Prozessen, bei denen beispielsweise eine Excel-Tabelle per E-Mail
verschickt wird. "Der E-Mail-Excel-Geschäftsprozess breitet sich in den Konzernen wie eine Krake
aus, der die IT-Abteilung weitgehend machtlos gegenüber steht", stellt der BPM-Spezialist fest.
Nach Recherchen von Jcom1 entfällt derzeit schon jeder dritte Geschäftsprozess auf das
E-Mail-Excel-Modell. Ein weiteres Drittel wird nach Kindermanns Einschätzung mit Access
verwirklicht. "In einem Konzern gehen jede Woche zwischen zwei und fünf neue Access-Server in
Betrieb", weiß er aus Erfahrung und warnt: "Das bedeutet, zwei Drittel aller Geschäftsprozesse in
den Konzernen sind weitgehend an der IT-Abteilung vorbei, mehr oder minder chaotisch entstanden und
praktisch nicht dokumentiert."
Der Gründer der Jcom1 AG (www.jcom1.com), Dr. Albert Fleischmann, hat zusammen mit
Forschungseinrichtungen eine weltweit einzigartige Methode zur Optimierung des
Geschäftsprozessmanagements entwickelt. Das "subjektorientierte Business Process Management"
(S-BPM) stellt den Kommunikationsfluss der Mitarbeiter in den Mittelpunkt statt wie beim
herkömmlichen BPM einen zentralen Kontrollfluss starr vorzugeben. Zudem ist S BPM unabhängigen
Untersuchungen zufolge die einzige durchgängige Lösung von der Modellierung bis zur Ausführung der
Geschäftsprozesse.
Originaltext: Jcom1 AG Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/76347 Pressemappe
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Quelle: finanznachricten.de
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